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Domi Kumbela – Emotional-Leader

Domi Kumbela – Emotional-Leader
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Es ist die 35. Minute im wichtigen Auswärtsspiel gegen Tabellennachbarn Erzgebirge Aue: Winterneuzugang Phiipp Hofmann spielt am gegnerischen Sechzehner quer auf den nahenden Domi Kumbela. Der Deutsch-Kongolese nimmt das Spielgerät mit, vernascht Aue-Verteidiger Cacutalua sowie seinen Mannschaftskollegen Georg Teigl und zieht humorlos mit dem rechten Schlappen in die linke untere Ecke ab – Boom, Spiel gedreht. Der Torschütze dreht direkt ab, läuft zur Seitenauslinie, animiert den Rest des Teams ihm zu folgen und lässt sich feiern. Nachdem er sich aus der Jubeltraube befreien kann, boxt er sich zum Eintracht-Coach Torsten Lieberknecht durch, der schon wieder Anweisungen gibt, packt ihn euphorisiert am Kopf und schreit ihm ins Ohr. Wow! Emotionen und Leidenschaft pur! Das hatte Eintracht gefehlt, ein emotionaler Leader, der seine Mitspieler einfach packt und mitreißt.

15 Wochen musste der inzwischen 33-Jährige für sein Comeback schuften. Und wer dem Publikumsliebling auf Instagram folgt, der weiß, dass er hart dafür gearbeitet hat. Schließlich ist er keine 22 Jahre mehr, da braucht es etwas länger, bis man eine Verletzung abgeschüttelt hat und wieder auf dem Fitnesslevel wie zuvor ist. Kumba wusste aber immer wo er hin will und am vorigen Sonntag wurde er von der Kette gelassen. Doch nicht nur seine Fitness oder Torgefährlichkeit ging der Eintracht zuletzt ab, auch und vor allem die Führungsqualitäten. Kapitän Reichel ist auf dem Platz zu still, Jasmin Fejzic zu weit weg vom Team und Mirko Boland verletzt. Da ist ein „Kumba“ goldwert! So scheute er keinen Zweikampf, arbeitete gut mit nach hinten und feuerte seine Mannschaft immer wieder an. Das sieht auch sein Coach so: „Domi hat sich auch in der Kabine als absoluter Leader gezeigt.“

Mit dieser Leistung hat sich Domi eigentlich unentbehrlich für das erste Heimspiel 2018 am kommenden Sonntag gegen Tabellenschlusslicht Kaiserslautern gemacht.

Foto: Robin Burek