Home Eintracht Deshalb war „Manni“ so stark in Aue!

Deshalb war „Manni“ so stark in Aue!

Deshalb war „Manni“ so stark in Aue!
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Auch wenn alle Augen nach dem wichtigen 3:1 Auswärtssieg gegen Aue auf Eintracht-Coach Torsten Lieberknecht gerichtet waren, so hätte auch Suleiman Abdullahi diese Aufmerksamkeit verdient gehabt. Der 21-Jährige Stürmer erwischte mit seinen zwei Treffern einen Sahnetag, der jedoch nicht von ungefähr kam. Auch hier spielte Lieberknecht eine Hauptrolle, indem er „Manni“ hochgewachsene Unterstützung zur Seite stellte.

Vergleicht man die Spiele gegen Heidenheim und Aue sowie die jeweiligen Aufstellungen, wird schnell deutlich, weshalb „Manni“ in Heidenheim gar nicht und gegen Aue doppelt traf. In Heidenheim lief Abdullahi gegen die schwächste Defensive der Liga im Sturmzentrum auf. Das führte dazu, dass er bei eigenen Angriffen oftmals auf Außen ausweichen musste, um dem Flügelspieler eine Anspielstation anzubieten. Auch in vorhergehenden Spielen war das zu beobachten, wenn „Manni“ als einzige Sturmspitze auflief. Die Folge: Die Mitte war gar nicht oder zu schwach besetzt. Weiterhin konnte der bullige Angreifer in dieser Rolle viel zu selten von seiner größten Waffe Gebrauch machen – Schnelligkeit. Stattdessen wurde er im zweiten Durchgang, als Eintracht das Fußballspielen weitestgehend einstellte und mit langen Bällen agierte, immer wieder in Kopfballduelle geschickt, die nun überhaupt nicht zu seinen Stärken zählen.

Nur wenige Tage später hatte Eintracht-Coach Lieberknecht eine Option mehr im Sturm, Winterneuzugang Philipp Hofman. Der knapp zweimetergroße Angreifer ist prädestinierter Mittelstürmer. Kopfballstärke, gute Ballbehauptung sowie Übersicht zeichnen ihn aus. Seine Anwesenheit auf dem Platz tut dem Spiel von Suleiman Abdullahi unheimlich gut. Denn Hofmann bindet immer ein bis zwei Verteidiger und schafft so Räume für Abdullahi, die er aufgrund seines Tempos vorteilhaft nutzen kann. So kann „Manni“ aus der Tiefe kommen und entweder selbst den Torabschluss suchen oder auf den nachrückenden Hofmann ablegen. Natürlich ist diese Variante deutlich offensiver als mit Hendrick Zuck, aber solange gewährleistet ist, dass Reichel oder Teigl die Räume hinter Abdullahi abdecken, ist ein 3-4-3 mit Hofmann im Zentrum und „Manni“ auf Außen die torgefährlichste Aufstellung, die Torsten Lieberknecjt aktuell zur Verfügung steht.

Foto: Imago/Eibner