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Basketball Löwen – mit Teambasketball zum Auftaktsieg

Basketball Löwen – mit Teambasketball zum Auftaktsieg
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Braunschweig. Es war eine erste Duftmarke, die Jarekious Bradley in der 3. Minute setzte. Der Forward zog an der Baseline an seinem Gegenspieler vorbei, hob ab und stopfte den Spalding durch die Reuse. Zugegeben, so souverän traten die Basketball Löwen beim 81:68-Sieg gegen die Eisbären Bremerhaven zum Saisonauftakt nicht immer auf. Das erste Viertel war aber ein kleiner Vorgeschmack darauf, was sich das Menz-Team für die neue Spielzeit auf die Fahnen geschrieben hat: schnellen, aggressiven und mannschaftsorientierten Basketball.

Point Guard Zygimantas Janavicius gelang es nicht nur, das Tempo zu kontrollieren. Er band überdies sein gesamtes Ensemble ein. Dementsprechend aggressiv traten die Löwen zu Beginn der Partie auf. Stichwort: Duftmarke setzen. Die Offense leiteten die Braunschweiger meist mit einem Pick-and-Roll ein – anschließend attackierten sie mit aller Macht den Korb. Stets angeleitet von Janavicius. „Der Art und Weise, wie die Braunschweiger unseren Korb attackiert haben, hatten wir nicht viel entgegenzusetzen“, befand auch Gäste-Coach Sebastian Machowski.

Schwächephase im zweiten Viertel

Dass der Litauer Dreh- und Angelpunkt im Löwen-Spiel war, blieb auch den Bremerhavenern nicht verborgen. Gewahr dieser Tatsache, musste der Spielmacher im zweiten Viertel mit deutlich mehr Druck zurechtkommen. Dieser Spielabschnitt markierte gleichzeitig die schwächste Phase im Spiel der Hausherren. Das Pick-and-Roll funktionierte nicht mehr, am Brett ging nichts. Die zweiten zehn Minuten gingen folgerichtig mit 25:10 an die Eisbären – trotz des guten Starts mussten die Löwen einen 35:44-Halbzeit-Rückstand schlucken. Ein entscheidender Faktor: die Braunschweiger Freiwurfquote von miserablen 29 Prozent.

Die Vorbereitung aber hat gezeigt: Nach dem Seitenwechsel explodieren die Löwen gerne. Gegen AEK Athen gelangen in der Vorbereitung 60 Punkte im zweiten Durchgang. So viele sollten es an diesem Abend nicht werden. Obwohl der Kurs zunächst stimmte. Plötzlich fielen nämlich auch die Dreier. Acht Mal rauschte der Ball im dritten Viertel von jenseits der 6,75 Meter durch die Reuse. Auf Seiten der Gäste hielt lediglich der Ex-Löwe Geoffrey Groselle dagegen.

Eathertons Blockparty

Er nutzte die Schwachstelle des Hausherren aus: Am Brett fehlen mit dem doch eher kleinen Frontcourt ein paar Zentimeter – und auch ein wenig Muskelmasse. Allen voran Scott Eatherton war zum Saisonauftakt aber dennoch kein Vorwurf zu machen. In seinem Debüt im Löwen-Dress gelang ihm mit 15 Punkten und 10 Rebounds direkt ein Double-Double. Dazu blockte er sechs Würfe der Eisbären – unter anderem auch von den Big Men Groselle und Carl Baptiste. Die leichten Nachteile im Eins-gegen-Eins am Brett verkamen an diesem Abend aber ohnehin zu einer Randnotiz.

Headcoach Frank Menz bemerkte außerdem: „Da werden wir die ganze Saison über immer wieder Nachteile haben. Wir müssen da als Team besser verteidigen.“ Das gelang seinen Schützlingen in der zweiten Halbzeit schon sehr gut. Dass es rund fünf Minuten dauerte, ehe Scott Eatherton im Schlussviertel die ersten Zähler aufs Scoreboard brachte, fiel aus eben diesem Grund kaum auf. Die defensive Rotation funktionierte, Bremerhaven fand keine guten Auswege. Und auch wenn Jarekious Bradley mit seinem Dunk bereits im ersten Viertel das optische Highlight des Spiels markierte, kamen die 2316 Zuschauer über volle 40 Minuten auf ihre Kosten.

Basketball Löwen: Lansdowne (16 Punkte), Eatherton (15 Punkte, 10 Rebounds, 6 Blocks), Janvicius (10 Punkte, 4 Assists), Klepeisz (10), Kone (9), Bradley (8), Morse (8 Punkte, 9 Rebounds), Schwartz (3), Figge (2), Lagerpusch, Alte (nicht eingesetzt), Ebert (nicht eingesetzt)

Foto: Christopher Vehrke