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Spätes Comeback reicht den Basketball Löwen zum Sieg

Spätes Comeback reicht den Basketball Löwen zum Sieg
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Die Erleichterung über den 83:79-Erfolg der Baskatball Löwen über die WALTER Tigers Tübingen war Trainer Lars Masell nach Spielende sichtlich ins Gesicht geschrieben. In seinem ersten Spiel als Headcoach hatten die Braunschweiger lange Zeit große Probleme mit den Gästen aus Tübingen. Masell vertrat den erkrankten Raoul Korner.

Die Erleichterung über den 83:79-Erfolg der Baskatball Löwen über die WALTER Tigers Tübingen war Trainer Lars Masell nach Spielende sichtlich ins Gesicht geschrieben. Foto: imago
Die Erleichterung war Trainer Lars Masell nach Spielende sichtlich ins Gesicht geschrieben. Foto: imago

„Tübingen hat uns 35 Minuten lang dominiert“, vermerkt Masell nach der Partie. In der Tat sah es lange so aus, als würde die Heimserie nach vier Erfolgen in Serie gegen die Mannschaft von Igor Perovic nun ihr jähes Ende finden. Mal wieder hatten die Löwen erhebliche Schwierigkeiten, das gegnerische Pick-and-Roll-Spiel in den Griff zu bekommen, die Tübinger vom Korb wegzuhalten. Die Inside-Verteidigung funktionierte vorerst nicht ideal. Überdies versäumten es die Braunschweiger erneut, besser auf den Ball aufzupassen. Das Resultat: Nach dem dritten Spielabschnitt standen bereits 15 Ballverluste auf dem Statistikbogen – ein viel zu hoher Wert. Stattdessen verrannten sich die Baskteball Löwen oftmals in Einzelaktionen.

Heimserie nach vier Erfolgen in Serie gegen die Mannschaft von Igor Perovic nun ihr jähes Ende finden. Foto: imago
Heimserie nach vier Erfolgen in Serie gegen die Mannschaft von Igor Perovic nun ihr jähes Ende finden. Foto: imago

Wenigstens gelang es soweit, die Kreise von Tigers-Point Guard Jared Jordan einigermaßen einzugrenzen. Raoul Korners Plan war es, die Optionen des besten Passgebers der Bundesliga zu limitieren. Anfangs hieß die Devise scheinbar: Lass Jordan lieber selbst werfen, als seine Mitspieler einzubinden. Der US-Amerikaner trat daher vorerst mehr Scorer denn als Passgeber in Erscheinung. Jordan zeigte zu Beginn der Partie allerdings ein äußerst gutes Händchen, erzielte alle seine zehn Punkte vor der Halbzeit. Nach der Schlusssirene standen zudem acht Assists zu Buche – aus Braunchweiger Sicht sicherlich ein akzeptabler Wert gegen einen Spielmacher von Jordans Format.

Wenigstens gelang es soweit, die Kreise von Tigers-Point Guard Jared Jordan einigermaßen einzugrenzen. Foto: imago
Wenigstens gelang es soweit, die Kreise von Tigers-Point Guard Jared Jordan einigermaßen einzugrenzen. Foto: imago

Im Vorfeld des Spiels hatte Raoul Korner explizit darauf hingewiesen, dass Tübingen offensiv über ein enormes Potential verfüge. Der Schlüssel zum Sieg würde daher in der Verteidigung liegen. Diese Vorgabe umzusetzen, gelang seiner Mannschaft lediglich im Abschlussviertel. „Wir wollten gut verteidigen. Das ist uns aber erst in den letzten fünf Minuten gelungen“, bestätigt Korners Stellvertreter Masell. Der Vorsprung der Gäste war zwischenzeitlich gar auf zwölf Punkte angewachsen und ob der mitunter etwas planlos wirkenden Löwen wurde man das Gefühl nicht los, dass die Siegesserie an diesem Abend vorbei sein sollte. Doch dann brachen die letzten Minuten der Partie an. Plötzlich vermochten es die Braunschweiger, den Tigers den Schneid abzukaufen. In der Verteidigung stieg das Engagement, wodurch die Gäste nun ihrerseits zu vielen Ballverlusten gezwungen werden konnten. Spätestens als Keaton Grant etwa drei Minuten vor Schluss einen Dreier zur Führung durch die Reuse jagte, war in der Halle kein Halten mehr.

Spätestens als Keaton Grant etwa drei Minuten vor Schluss einen Dreier zur Führung durch die Reuse jagte. Foto: DocMaowi
Spätestens als Keaton Grant etwa drei Minuten vor Schluss einen Dreier zur Führung durch die Reuse jagte. Foto: DocMaowi

Der Matchwinner war dieses Mal aber ein anderer: Durch seinen Tip-In nach einem Fehlwurf von Derek Needham brachte Lucas Gertz seine Farben 36 Sekunden vor dem Ende mit 81:76 in Front und stellte dadurch den entscheidenden Vorsprung her. Der Gegner würde nun mindestens zwei Angriffe brauchen, um dieses Defizit noch zu egalisieren – im Fachjargon nennt sich das „Two-Possession-Game“. Im Anschluss gelang Gertz dann auch noch ein Ballgewinn, der den Erfolg endgültig besiegelte.

Der Matchwinner war dieses Mal aber ein anderer: Lucas Gertz Foto: imago
Der Matchwinner war dieses Mal aber ein anderer: Lucas Gertz Foto: imago

Wie bereits gegen den MBC vermochten es die Basketball Löwen auch gegen die Tigers, im entscheidenden Moment hellwach zu sein – und somit die Heimserie doch noch am Leben zu erhalten.

Basketball Löwen: Grant 21 Punkte, Needham 16 (5 Assists), Nash 16, Theis 8, Frease 7, Stevens 6 (2 Blocks), Gertz 4 (7 Assists), Bogdanov 3, Simon 2, Adler, Amaize