Home Allgemein LIEBERKNECHT STELLT UM – DIE MANNSCHAFT REAGIERT – GIKIEWICZ WELTKLASSE

LIEBERKNECHT STELLT UM – DIE MANNSCHAFT REAGIERT – GIKIEWICZ WELTKLASSE

LIEBERKNECHT STELLT UM – DIE MANNSCHAFT REAGIERT – GIKIEWICZ WELTKLASSE
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Nach der enttäuschenden Niederlage gegen Fortuna Düsseldorf, forderte Torsten Lieberknecht eine Reaktion von der Mannschaft, während wir und viele, viele andere eher eine Reaktion des Übungsleiters forderten. Unser aller Gebete wurden anscheinend erhört. Mit Emil Berggreen als echter Spitze und der besten Flügelzange der zweiten Liga Khelifi/Holtmann, ließ unser Coach starten. Überraschend schickte er auch Patrick Schönfeld auf den Rasen, der seine Sache im Übrigen sehr ordentlich machte. Gemeinsam mit Omladic und Boland sollten die Drei wohl für eine geschlossene Mitte sorgen. Schönfeld zeigte sich zu Beginn aber auch offensiv sehr spielfreudig und steckte nach zehn Minuten hervorragend auf Bergseen durch, der beinahe die Führung erzielte. Die Schnelligkeit von Holtmann und Khelifi erinnert an alte Drittliga-Zeiten, als Bellarabi und Boland einen Konter nach dem anderen aufzogen. In der 13. Minute kommt Salim zwar auch zum Abschluss, nachdem ihn Gerrit toll in Szene setzte, allein der Druck fehlte dem Schuss aber.

Gemeinsam mit Omladic und Boland sollten die Drei wohl für eine geschlossene Mitte sorgen. Foto: imago
Gemeinsam mit Omladic und Boland sollten die Drei wohl für eine geschlossene Mitte sorgen. Foto: imago

Die stärkste Abwehr der Liga machte ihrem Namen bis dahin erneut alle Ehre. Sandhausen kam über viele Freistöße im Mittelfeld und Diagonalbälle aus dem Halbfeld nicht hinaus. In den meisten Fällen wurden diese von Decarli oder Baffo entspannt geklärt und wenn nicht, dann war ja immer noch unser Keeper da. Und was für ein Keeper das ist!
Nach gut 30 Minuten musste Rafal Gikiewicz zum ersten Mal wirklich eingreifen und zeigte eine weltklasse Parade, quasi aus der kalten Hüfte. Damit legte er den Grundstein für den späteren Sieg, denn wir wissen, wie schwer es ist auf fremden Platz einem Rückstand hinterherzulaufen.

Lieberknecht stampfte in die Kabine, obwohl seine Mannschaft bereits vier Mal mehr Großchancen herausspielte, als im gesamten vergangenen Spiel, war der Eintracht-Coach not amused. Entsprechend lautstark wurde es wohl auch in der Kabine. Der Pfälzer wollte diesen Dreier, unbedingt! Bisher holte die Eintracht immer Punkte nach einer Niederlage, diese Serie sollte fortgesetzt werden. Die Blau-Gelben waren eine gefühlte halbe Stunde früher auf dem Platz und wirkten sehr fokussiert. Der Schein trügte nicht. Sehr zielführender Angriff über Schönfeld, der rauslegt für Reichel. Der Linksverteidiger flankte den Ball perfekt zwischen Angreifer und Torwart, so dass Berggreen locker eingrätschen konnte –Ein Tor, dass du nur machst, wenn du einen echter „Neuner“ auf dem Platz hast“, sagen wir!

so dass Berggreen locker eingrätschen kann –Ein Tor Foto: imago
so dass Berggreen locker eingrätschen kann –Ein Tor. Foto: imago

Selbst der beste „Neuner“ ist aber machtlos, wenn der Schlussmann alles hält. Einen eigentlich „unhaltbaren“ Schuss entschärfte Rafal in der 63. Minute. Bouhaddouz nimmt eine Paqarada-Flanke direkt ab und der Ball saust Richtung linkes-unteres Toreck.
„Tor, 1:1“, müssen die meisten gedacht haben, aber unsere polnische #1 ist blitzschnell am Boden und klärt diese Großchance ins Toraus. Unfassbar!!! Die Gastgeber haben anschließend die beste Phase im Spiel, typisch für die Eintracht. Den Sack nicht zu gemacht, aber den Gegner erstmal kommen lassen.

Der Aufreger des Spiels war dann sicherlich die Entstehung des 2:0. Bouhaddouz, Foto: imago
Der Aufreger des Spiels war dann sicherlich die Entstehung des 2:0. Bouhaddouz. Foto: imago

Der Aufreger des Spiels war dann sicherlich die Entstehung des 2:0. Bouhaddouz, der sich das ganze Spiel schon bei leichtem Körperkontakt fallen ließ, in der Hoffnung einen Freistoß zu erhaschen, kam seiner eben erwähnten Lieblingsbeschäftigung nach. Eintracht klärt den Ball lang und hoch hinten raus. Berggreen nimmt den Ball ungefähr an der Mittellinie herunter und checkt noch einmal ab, ob der Sandhausener Angreifer inzwischen wieder steht und verletzt sich dabei fast noch. Khelifi hatte schon vorher einen diagonalen Laufweg in die Mitte begonnen, Berggreen steckte durch und Salim wusste nicht so recht. Lauf ich jetzt weiter oder soll ich den Ball ins Aus spielen? Nach unserem Dafürhalten entscheidet sich der Schweizer absolut richtig. Es kann nicht sein, dass die komplette Hintermannschaft von Sandhausen das Fußballspielen einstellt und erwartet, dass der Gegner den Ball ins Aus spielt, obwohl weder der Schiedsrichter gepfiffen hat, noch der Spieler verletzt liegen geblieben ist. Das einzige Fehlverhalten in dieser Situation ist bei den Schwarz-Weißen auszumachen. Vor allem wie sie danach den jungen Khelifi bedrängen und ihm mit Ehre kommen. Das ist ehrenlos! Verhaltet euch gefälligst wie Männer und heult nicht rum!

Khelifi hatte schon vorher einen diagonalen Laufweg in die Mitte begonnen Foto: imago
Khelifi hatte schon vorher einen diagonalen Laufweg in die Mitte begonnen. Foto: imago

Anschließend plätscherte das Spiel so vor sich hin. Sandhausen wirkte nicht so, als hätten sie den Glauben daran, das Spiel noch zu drehen und Eintracht musste nichts mehr zeigen. Somit gewannen die Blau-Gelben am Ende verdient, weil sie besser mit ihren Chancen umgingen, cleverer waren und mit Rafal Gikiewicz den besten Torwart der 2.Liga zwischen den Pfosten stehen haben. Mit diesem Sieg springen wir vorerst wieder auf einen Punkt an den Relegationsplatz heran und haben vielleicht eine Aufstellung gefunden, mit der wir auch den VfB Stuttgart und den 1. FC Kaiserslautern ärgern könnten, bevor das Jahr zur Neige geht.

und mit Rafal Gikiewicz den besten Torwart der 2.Liga zwischen den Pfosten stehen haben. Foto: DocMaowi
und mit Rafal Gikiewicz den besten Torwart der 2.Liga zwischen den Pfosten stehen haben. Foto: DocMaowi