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Keaton Grant hält den Sieg fest

Keaton Grant hält den Sieg fest
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Als Keaton Grant wenige Sekunden vor Schluss im Fastbreak zum Dunking ansetzte, war dies symbolisch für die Erlösung in einer am Ende nervenaufreibenden Basketballpartie. Der explosive Abschluss markierte den Endstand von 90:83 im Spiel der Basketball Löwen gegen den Mitteldeutschen Basketball Club.

Keaton Grant wenige Sekunden vor Schluss im Fastbreak zum Dunking ansetzte,
Keaton Grant lieferte ein überragendes Schlussviertel ab.

Dabei sah es in der ersten Halbzeit so aus, als sollte sich die Mannschaft von Raoul Korner deutlich souveräner durchsetzen. Lediglich in den Anfangsminuten gelang es einem hart arbeitenden MBC, im Spiel zu bleiben. Anschließend zogen die Löwen in der Verteidigung die Intensität an, generierten dadurch mehrere Ballgewinne. In der Offensive bewarben sich die Braunschweiger im Wechsel um den Titel „Man of the Match“: Erst erzielte Point Guard Derek Needham innerhalb weniger Minuten zwölf Löwen-Punkte in Serie. Während der verbleibenden Spielzeit bis zur Halbzeitpause übernahm Tyrone Nash das Angriffszepter. Dem in Frankfurt noch blass gebliebenen Power Foward gelangen zehn seiner insgesamt 26 Zähler im zweiten Spielabschnitt – bei beinahe perfekter Feldwurfquote. Die gute Reboundarbeit tat ihr Übriges, sodass die Löwen ihren Vorsprung zwischenzeitlich gar auf 16 Punkte ausbauen konnten (44:28, 28. Minute). Beim Spielstand von 50:38 ging es in die Kabinen.

Erst erzielte Point Guard Derek Needham innerhalb weniger Minuten zwölf Löwen-Punkte in Serie.
Erst erzielte Point Guard Derek Needham innerhalb weniger Minuten zwölf Löwen-Punkte in Serie.
bis zur Halbzeitpause übernahm Tyrone Nash das Angriffszepter.
bis zur Halbzeitpause übernahm Tyrone Nash das Angriffszepter.

So weit so gut. Die Basketball Löwen wähnten sich nun auf der sicheren Siegerstraße – bis nach dem Seitenwechsel der Schlendrian einkehrte. „Wir gehen einfach nicht gut mit Führungen um“, kritisierte Raoul Korner nach der Partie. Obwohl MBC-Topscorer Marcus Hatten durch wechselnde Verteidigungs-Matchups weitestgehend die Entfaltung genommen werden konnte, ließen die Gastgeber eine Aufholjagd zu. Die Probleme dabei sind altbekannt: Zwar gelang es dieses Mal, den Rebound zu dominieren, doch müssen die Löwen besonders in solchen Spielphasen besser auf den Ball aufpassen – so wie es Headcoach Korner bereits im Vorfeld der Begegnung mit Nachdruck angemahnt hatte. Sechs – teilweise sehr simple – Ballverluste im dritten Spielabschnitt sprechen eine deutliche Sprache. Überdies weisen die Braunschweiger nach wie vor erhebliche Schwächen in der Pick-and-Roll-Verteidigung auf. Bei dieser Nachlässigkeit gilt die Kritik insbesondere den helfenden Verteidigern abseits des Balles – der so genannten Helpside. „Wir müssen beim Pick-and-Roll einfach aggressiver und schneller helfen“, bestätigt Korner den Verbesserungsbedarf bei der Inside-Verteidigung. Resultat: Wölfe-Center Chris Otule setzte mit insgesamt 20 Punkten eine persönliche Bestmarke, der MBC rückte vor dem Schlussviertel auf fünf Punkte heran.

Resultat: Wölfe-Center Chris Otule setzte mit insgesamt 20 Punkten eine persönliche Bestmarke,
Resultat: Wölfe-Center Chris Otule setzte mit insgesamt 20 Punkten eine persönliche Bestmarke,

„Und dann hat Keaton Grant zu irgndeinem Zeitpunkt entschieden, dass wir das Spiel nicht verlieren werden“, umschreibt Korner den furiosen Schlussakt, den sein Shooting Guard nun folgen lassen sollte. Der 1,93 Meter große Grant rieß das Spiel vollends an sich, attackierte das Brett, war aufmerksam beim Offensivrebound und traf aus allen lagen. Ganze 17 Punkte steuerte er im vierten Viertel zum letztlich verdienten Sieg bei. Davon allein aber ließ sich der MBC nicht abschrecken, hielt weiterhin mit sämtlichen Mitteln dagegen. Bis zum Ende entwickelte sich eine hochspannende Partie – bis Keaton Grant schließlich zum Dunking ansetzte …

Basketball Löwen Braunschweig: Nash 26 Punkte (8 Rebounds), Grant 25, Needham 18 (6 Rebounds, 5 Assits), Frease 14, Simon 3, Stevens 2 (6 Rebounds), Theis 2, Adler, Amaize, Bogdanov, Gertz