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Jared Jordans Kreise eingrenzen

Jared Jordans Kreise eingrenzen
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Die Basketball Löwen wollen den fünften Heimsieg in Serie einfahren. Um das zu berwerkstelligen, müssen am Sonntag (17 Uhr) die WALTER Tigers Tübingen bezwungen werden, deren Spiel durch den vor wenigen Wochen verpflichteten Jared Jordan auf ein neues Level gehoben wurde.

deren Spiel durch den vor wenigen Wochen verpflichteten Jared Jordan auf ein neues Level gehoben wurde. Foto: imago
deren Spiel durch den vor wenigen Wochen verpflichteten Jared Jordan auf ein neues Level gehoben wurde. Foto: imago

Die Gäste aus Tübingen bestechen in dieser Saison bislang besonders durch ihre Angriffsstärke. 84,2 Punkte erzielen die Tigers im Durchschnitt – ligaweit bedeutet das die viertbeste Ausbeute.

„Wir erwarten eine sehr offensivstarke Mannschaft“

Tübingen ist ein Shooting-Team, wenn sie ins Laufen kommen, sind sie extrem gefährlich“, erläutert Löwen-Headcoach Raoul Korner. Besonders die Guardriege ist brandgefährlich – angeführt von Aufbauspieler Jared Jordan. Der Neu-Tiger hat bereits bei seinen Stationen in Bonn und Bamberg unter Beweis gestellt, dass er durch seine Spielorganisation das Niveau seiner Mitspieler enorm zu steigern imstande ist. In seinen bisher vier Spielen für Tübingen verteilte er pro Begegnung 12,5 direkte Vorlagen – absoluter Ligatopwert.

"Für uns liegt der Schlüssel ganz klar in der Defense.
„Für uns liegt der Schlüssel ganz klar in der Defense.

Somit hängt für die Basketball Löwen eine Menge davon ab, inwieweit sie die Kreise Jared Jordans eingrenzen können. Korner: „Für uns liegt der Schlüssel ganz klar in der Defense. Wir wollen Jordan unter Druck setzen und ihn so zwingen, sein Spiel nicht aufziehen zu können.“ Es gilt demnach, die Optionen des besten Passgebers der Liga möglichst zu limitieren. Nicht nur deshalb lag der Trainingsfokus in dieser Woche zu großen Teilen auf der Pick-and-Roll-Verteidigung – ein Mechanismus, der beim vergangenen Heimsieg gegen den MBC erhebliche Defizite aufwarf.

Dass die größte Gefahr der Schwaben aus dem Backcourt hervorgeht, kommt nicht von ungefähr. Die Tigers vefügen über drei deutsche Innenspieler, was Trainer Igor Perovic – der früher selbst ein hervorragender Point Guard gewesen ist – erlaubt, „seine gesamte amerikanische Armada im Backcourt aufzuwarten“, so Raoul Korner unter Bezugnahme auf die 6+6-Regel. Seit deren Einführung ist es jeder Mannschaft in der Bundesliga nur noch erlaubt, sechs ausländische Spieler aufzubieten.

Für Tyrone Nash hat die kommende Begegnung einen speziellen Charakter.
Für Tyrone Nash hat die kommende Begegnung einen speziellen Charakter.

Für Tyrone Nash hat die kommende Begegnung einen speziellen Charakter. In den Jahren 2011 bis 2014 streifte der Power Forward der Löwen selbst das Tigers-Trikot über. „Für mich ist es natürlich ein besonderes Spiel. „Ich habe drei Jahre lang für Coach Perovic gespielt. Nachdem wir es schon nicht geschafft haben, Keaton Grants Ex-Mannschaft (Ludwigsburg, Anm. d. Red.) zu schlagen, hoffe ich natürlich, dass uns das gegen mein altes Team nun gelingt“, verrät der 27-Jährige. Besonders gute Erinnerungen hegt Nash an Bundesliga-Altstar Aleksandar Nadjfeji. Die beiden standen sich jeden Tag im Training gegenüber und „allein ihm zuzusehen, hat mir viel beigebracht“, so Nash über seinen ehemaligen Mitspieler.

Josh Gasser wird den Braunschweigern voraussichtlich weiterhin fehlen. Der US-Amerikaner laboriert nach wie vor an einer Bauchmuskelentzündung.