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Eintracht Braunschweig nimmt in Stuttgart das Viertelfinale ins Visier

Eintracht Braunschweig nimmt in Stuttgart das Viertelfinale ins Visier
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Einen Tag nach den ersten Geburtstagsfeierlichkeiten nimmt Eintracht Braunschweig am Mittwochabend (19 Uhr) das DFB-Pokal-Viertelfinale ins Visier. Der Interimstrainer des VfB Stuttgart, Jürgen Kramny, muss auf meherere Eckpfeiler verzichten.

Einen Tag nach den ersten Geburtstagsfeierlichkeiten
Einen Tag nach den ersten Geburtstagsfeierlichkeiten

Zwar sei Stuttgart der Favorit im Achtelfinale des DFB-Pokals, „als Favorit kann man sich aber auch bis auf die Knochen blamieren“, gibt sich Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht vorsichtig selbstbewusst. Auch wenn ein Heimspiel natürlich schöner gewesen wäre, hätte es die Losfee auch schlechter mit den Blau-Gelben meinen können – unter den verbliebenen 16 Teilnehmern befinden sich durchaus hochkarätigere Mannschaften.

einen Platz an der Seitenlinie nahm Jürgen Kramny ein. Foto: imago
einen Platz an der Seitenlinie nahm Jürgen Kramny ein. Foto: imago

Beim Bundesligaachtzehnten lässt der bisherige Saisonverlauf doch sehr zu wünschen übrig. Vor dem 14. Spieltag wurde Trainer Alexander Zorniger beurlaubt. Seinen Platz an der Seitenlinie nahm Jürgen Kramny ein, der aber nur als Übergangslösung dienen soll. Der Erfolg blieb auch nach der Rochade auf dem Trainerstuhl aus. Überdies muss der VfB weiterhin auf wichtige Stammkräfte verzichten: Daniel Ginczek und Martin Harnik fallen bereits längerfristig aus. Unter Berufung auf das Sportmagazin Kicker wird auch Topscorer Daniel Didavi gegen Braunschweig noch keine Option darstellen. Darüber hinaus stellt der VfB mit bereits 36 Gegentoren gegenwärtig die schwächste Verteidigung der Bundesliga.

„Als Favorit kann man sich auch bis auf die Knochen blamieren“

Unter Berufung auf das Sportmagazin Kicker wird auch Topscorer Daniel Didavi gegen Braunschweig noch keine Option darstellen.
Unter Berufung auf das Sportmagazin Kicker wird auch Topscorer Daniel Didavi gegen Braunschweig noch keine Option darstellen.

Nicht die schlechtesten Voraussetzungen für Eintracht Braunschweig also, die nächste Spielrunde anzupeilen. Zwar habe Torsten Lieberknecht im Auftreten der Schwaben seit dem Trainerwechsel Veränderungen ausgemacht, diese würden sich aber in ersten Linie auf die Auftritte in der Bundesliga beziehen. „Ich glaube eher nicht, dass Stuttgart gegen uns defensiv auftreten und sich auf das Konterspiel verlegen wird, wie es zum Beispiel gegen Werder Bremen der Fall war“, so Lieberknecht. Stattdessen rechnet er mit einem offensiven, druckvoll auftretenden Gegner.

Im Spiel gegen den SV Sandhausen hat Lieberknecht selbst mit einer offensiveren Aufstellung Mut bewiesen – und wurde prompt belohnt. Die häufigen Rotationen in der Aufstellung seiner Mannschaft macht er für die kommende Aufgabe gar als möglichen Vorteil aus: „Wir haben in den letzten Spielen – mal bewusst, mal unbewusst – mehrfach die Formation gewechselt, sodass wir für den Gegner wohl nur schwer auszurechnen sind.“

Auch finanziell sollte das Erreichen der nächsten Runde einen gehörigen Reiz ausmachen. An jeden Viertelfinalisten werden aus Vermarktungserlösen 1.041.000 Euro überwiesen. Dazu kommen die Zuschauereinnahmen.

Noch im Sandhäuser Kabinentrakt habe sich die Mannschaft darauf eingeschworen, das Ziel "Viertelfinale" zu verwirklichen. Foto: imago
Noch im Sandhäuser Kabinentrakt habe sich die Mannschaft darauf eingeschworen, das Ziel „Viertelfinale“ zu verwirklichen. Foto: imago

Noch im Sandhäuser Kabinentrakt habe sich die Mannschaft darauf eingeschworen, das Ziel „Viertelfinale“ zu verwirklichen, sagt Lieberknecht. In der kurzen Pause habe selbstverständlich die Regeneration im Vordergrund gestanden. „Emil Berggreen und Marcel Correia hat das Spiel in Sandhausen etwas mehr mitgenommen. Sie haben daher in den vergangenen Tagen Sonderschichten einschieben müssen. Wer heute Abend im Flugzeug sitzt, ist hoffentlich einsatzbereit. Eventuell nehmen wir den einen oder anderen mehr mit, um vor Ort noch reagieren zu können“, verrät der Eintracht-Coach.

Gerade ein Ausfall von Emil Berggreen würde einem enormen Verlust der offensiven Durchschlagskraft gleichkommen.
Gerade ein Ausfall von Emil Berggreen würde einem enormen Verlust der offensiven Durchschlagskraft gleichkommen.

Gerade ein Ausfall von Emil Berggreen würde einem enormen Verlust der offensiven Durchschlagskraft gleichkommen. Im vergangenen Spiel war klar erkennbar, dass der Däne – flankiert von Gerrit Holtmann und Salim Khelifi – die größte Gefahr ausstrahlt. Dennoch sollten die Blau-Gelben in Stuttgart eine reelle Chance auf das Weiterkommen haben. Gegen das Tabellenschlusslicht der Bundesliga könnten die Gesamtvoraussetzungen jedenfalls schlechter sein.