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EINE AUFSTELLUNG, DIE WICHTIGE PUNKTE KOSTETE

EINE AUFSTELLUNG, DIE WICHTIGE PUNKTE KOSTETE
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Einige Eintracht Braunschweig Fans dürften sich wohl die Augen gerieben haben, ob der gestrigen Mannschaftsaufstellung von Torsten Lieberknecht in Düsseldorf. Im Defensiv-Verbund gab es außer dem erfreulichen Comeback von Marcel Correia zwar keine großen Überraschungen, aber die „offensive“ Abteilung war schon stark gewöhnungsbedürftig. Mit Boland, Khelifi, und Zuck waren ausschließlich Mittelfeldspieler für die Tore zuständig. Dabei saßen mit Holtmann, Hochscheidt, Hvilsom und Berggreen vier offensivere Spieler auf der Bank und das beim 15. der Tabelle. Zuck, der gar als „Neuner“ aufgestellt war, ist geradezu prädestiniert für den Terminus „Falsche Neun“. Ihm war förmlich anzumerken wie unwohl er sich in dieser Rolle selbst vorkam.

Mit Boland, Khelifi, und Zuck waren ausschließlich Mittelfeldspieler für die Tore zuständig.
Mit Boland, Khelifi, und Zuck waren ausschließlich Mittelfeldspieler für die Tore zuständig.

Lieberknecht stellte nach der Halbzeit auf Viererkette um und brachte Berggreen und Hochscheidt, für Baffo und Omladic. Keine fünf Minuten später hatten wir bereits mehr Druck auf das Tor des Gegners ausgeübt, als in der gesamten ersten Halbzeit. Besonders das Duo Hochscheidt/Berggreen wirkte sehr homogen im Zusammenspiel –bitte mehr davon– und spielten sich ein ums andere Mal in aussichtsreiche Position. Allerdings war die Fortuna zu diesem Zeitpunkt nur noch zu zehnt und vorwiegend auf Ergebnis halten besonnen. Sie lagen ja in Führung. Somit wurde es extrem eng in der Hälfte der Düsseldorfer, dass bekommt man nämlich auch mit 10 Mann noch hin.

Lieberknecht stellte nach der Halbzeit auf Viererkette um und brachte Berggreen und Hochscheidt
Lieberknecht stellte nach der Halbzeit auf Viererkette um und brachte Berggreen und Hochscheidt
Lieberknecht stellte nach der Halbzeit auf Viererkette um und brachte Berggreen und Hochscheidt
Lieberknecht stellte nach der Halbzeit auf Viererkette um und brachte Berggreen und Hochscheidt

Später sollte Gerrit Holtmann es dann richten. Für ihn musste Saulo Decarli weichen. Kein Harakiri, aber sehr offensiv gegen zehn Düsseldorfer. Auch ein Zeichen dafür, dass Lieberknecht seinen ursprünglichen Aufstellungsfehler unbedingt noch ausbessern wollte. Aber zu spät. Für den 20-jährigen Flügelspieler, der kürzlich sein Arbeitspapier verlängerte, war diese späte Einwechslung  20 Minuten vor Schluss auch kein Geschenk mehr. Es bleibt die Frage: Warum nicht gleich so, Herr Lieberknecht? Warum nicht mal mit einem 4-4-2 starten, mit Khelifi/Holtmann auf dem Flügel und Hochscheidt/Berggreen im Sturm? Selbst wenn Emil noch keine 90 Minuten im Tank hat, dann kommt halt Hvilsom später als Ersatz. Auf jeden Fall muss diese Niederlage jetzt schnellst möglich aus den Kleidern geschüttelt werden. Es warten noch einige wichtige Gegner in diesem Jahr. Hoffentlich verstecken wir uns in Sandhausen nicht ebenso. Damit das klar ist, wir stellen hier keines Falles den Trainer in Frage! Trotzdem kann man durchaus hier und da anderer Meinung sein.

Später sollte Gerrit Holtmann es dann richten.
Später sollte Gerrit Holtmann es dann richten.