Home Eintracht ACHT GRÜNDE, WESHALB WIR STUTTGART SCHLAGEN

ACHT GRÜNDE, WESHALB WIR STUTTGART SCHLAGEN

ACHT GRÜNDE, WESHALB WIR STUTTGART SCHLAGEN
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– Weil wir dieses Jahr eine der auswärtsstärksten Mannschaften der zweiten Liga sind.

Normalerweise ist die Eintracht am stärksten, wenn sie zuhause spielen darf. Da fühlt sie sich wohl. In dieser Saison ist die Bilanz allerdings relativ ausgeglichen. Nur drei Niederlagen aus neun Spielen lautet die Bilanz auf fremdem Geläuf. Absolut in Ordnung. 66,66 % Chance auf ein Weiterkommen. Nein, aber im Ernst, Lieberknechts Elf hat schon bewiesen, dass sie auch abseits der Hamburger Straße starke Spiele abliefern kann. Gerade als es spielerisch nicht gut lief zum Beginn der Saison, holten wir auswärts trotzdem die Punkte.

Weil wir die beste Defensive der Liga haben Foto: imago
Weil wir die beste Defensive der Liga haben Foto: imago

– Weil wir die beste Defensive der Liga haben und nach 18 Spielen erst 14 Gegentore hinnehmen mussten

Mit dem neuen Spielsystem (5-4-1) steht die Abwehr dieses Jahr so stabil wie lange nicht. Die Innenverteidiger Marcel Correia, Saulo Decarli und Joseph Baffo haben zumeist ein ausgezeichnetes Stellungsspiel und sind sehr zweikampfstark. Weiterhin ist der Spielaufbau über die hochstehenden Außenverteidiger besser gewährleistet, was es dem Gegner schwerer macht, uns erfolgreich in der eigenen Hälfte zu Ballverlusten zu zwingen.

– Weil Stuttgart die meisten Niederlagen in der Bundesliga kassierte

Die Stuttgarter haben zwar auf dem Papier eine extrem starke Mannschaft, aber auf dem Platz ist diese nicht als solche zu erkennen. Keiner läuft für den anderen und die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen stimmen allzu oft nur unzureichend. Das führte zu bislang zehn Niederlagen in 16 Spielen. Zuhause verlor der VfB unterdessen fünf seiner acht Heimspiele.

Weil unsere Fans die Mercedes-Benz Arena in Grund und Boden schreien werden. Foto: imago
Weil unsere Fans die Mercedes-Benz Arena in Grund und Boden schreien werden. Foto: imago

– Weil unsere Fans die Mercedes-Benz Arena in Grund und Boden schreien werden

Nicht nur sportlich läuft es zurzeit nicht rund bei den Schwaben, auch die Stimmung hat unweigerlich nachgelassen. Bei ausbleibenden Siegen sanken auch die Zuschauerzahlen. Ausverkauft war die Mercedes-Benz Arena in dieser Saison noch gar nicht. Bei zu erwartenden 2.500 mitreisenden Eintracht-Fans, die ihre Stimmbänder bekanntlich nicht schonen, kann der Auswärtsblock schon ganz gut Lärm machen. Lieberknecht erwähnte einmal, dass die Spieler den Support natürlich mitbekommen und er sie extrem anspornt.

– Weil Stuttgart nach dem Rauswurf des Trainers bisher nur eine Interimslösung gefunden hat und immer noch verunsichert erscheint.

Der erhoffte Effekt eines Trainerwechsels blieb noch aus beim VfB. Möglicherweise weil die Interimslösung – Kramny – als genau dies deklariert wurde, eine Übergangslösung. Damit kann und braucht der Übungsleiters gar nicht erst versuchen, seine Vorstellungen an die Spieler zu vermitteln. Dafür sprechen die beiden vergangenen Remis in der Bundesliga gegen Bremen und Mainz, in denen die Stuttgarter äußerst defensiv und offensiv einfallslos wirkten. Ob Kramny auch zuhause gegen ein unterklassiges Team mit dieser Sicherheitstaktik spielen lässt, bleibt nur zu vermuten. Allerdings kann er sich im Pokal nichts kaufen für ein Unentschieden.

Möglicherweise weil die Interimslösung – Kramny – als genau dies deklariert wurde. Foto: imago
Möglicherweise weil die Interimslösung – Kramny – als genau dies deklariert wurde. Foto: imago

– Weil Torsten Lieberknecht jetzt seine Offensiv-Aufstellung gefunden hat

Die oben genannten Verunsicherungen des Gegners wollen auch entsprechend  genutzt werden. Am besten ließe sich das mit der Startelf vom Auswärtssieg in Sandhausen bewerkstelligen. Emil Berggreen auf der „Neun“ mit Holtmann/Khelifi auf den Flügeln sind immer gut für mindestens ein Tor. Außerdem sind sie durch ihre Schnelligkeit vorteilhaft für das Pressing und Konterspiel der Eintracht. Solange wir die Stuttgarter direkt früh und hoch pressen, werden sie nicht ins Spiel finden. Dann gilt es, durch schnelle Ballgewinne über 1-2 Stationen zum Abschluss zu kommen.

 Weil wir Rafal Gikiewicz haben. Foto: imago
Weil wir Rafal Gikiewicz haben. Foto: imago

– Weil wir Rafal Gikiewicz haben

Auch überregional ist der Name Rafal Gikiewicz längst kein unbekannter mehr. Der sich auf dem Sprung in die Nationalmannschaft befindliche Pole ist zurzeit in absoluter Top-Form. Dabei hatte unser Schlussmann sowieso schon eine starke Saison gespielt. In den letzten Wochen gelang ihm aber sogar noch eine Steigerung. Vor allem der gehaltene Elfmeter kurz vor Abpfiff gegen Bochum und eine Weltklasse-Vorstellung in Sandhausen belegen seine Ausnahmeform. Wer weiß, vielleicht muss Gikie in Stuttgart auch noch 2-3 Elfmeter halten.

Weil wir mal wieder dran sind. Foto: imago
Weil wir mal wieder dran sind. Foto: imago

– Weil wir mal wieder dran sind

„Eintracht ist eine Pokalmannschaft“, hieß es früher immer. Allerdings liegen die letzten Erfolge schon eine Weile in der Ferne. Seit den Pokal-Halbfinals 1981 gegen Kaiserslautern (2:3) und 1990 gegen Bremen (0:2) ist viel Zeit ins Land gegangen und genauso lange warten die blau-gelben Anhänger auch auf ein Viertelfinale, denn seit 1990 kam Eintracht nie über das Achtelfinale hinaus. Letztes Jahr hätte es fast schon geklappt, wenn wir nicht zu den Bayern gemusst hätten und Arjen Robben nicht den sterbenden Schwan kurz vor der Halbzeit gemacht hätte. Jetzt sind wir aber dran, glaubt es!