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Vorbericht: SC Paderborn – Eintracht

Vorbericht: SC Paderborn – Eintracht
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EINTRACHT TRIFFT AUF SCHWER AUSZURECHNENDE PADERBORNER

Beim Auswärtsspiel der Braunschweiger Eintracht in Paderborn erwartet Torsten Lieberknecht offensive Gastgeber. Die eigene Personalsituation wirft weiter Fragezeichen auf.

„Ich rechne mit einem stürmischen, angriffslustigen Gegner“, beschreibt Torsten Lieberknecht seine Erwartungshaltung vor dem Gastspiel Eintracht Braunschweigs am Freitag in Paderborn. So sei das eben, wenn eine Mannschaft einen Trainerwechsel hinter sich hat – der frische Wind wird erfahrungsgemäß in Offensivdrang umgemünzt. Der klangvolle Name des neuen Übungsleiters des Tabellenfünfzehnten sorgt darüber hinaus für eine erhöhte Aufmerksamkeit, die diesem Zweitligaspiel zukommen wird. Ob der Einfluss Stefan Effenbergs nach so kurzer Zeit über eine frische Motivation hinaus auch schon taktische Veränderungen nach sich zieht, ist noch nicht zu beurteilen. „Die Paderborner haben nun den Vorteil, dass sie wahrscheinlich wissen, wie wir auftreten werden. Wir können dagegen nur schätzen, was auf uns zukommt“, so Lieberknecht.

Der mediale Wirbel um die neue Figur am Seitenrand sei zwar schwer auszublenden, die Braunschweiger wollen sich dadurch aber nicht von ihrem Ziel abbringen lassen. Lieberknecht: „Natürlich interessiert die Leute das. Für uns ist jetzt aber Alltag und wir wollen aus Paderborn drei Punkte mitnehmen.“

Der Umstand, dass Effenbergs Assistent Sören Osterland beim Braunschweiger Trainerstab kein unbeschriebenes Blatt ist, könnte möglicherweise aber doch einige Hinweise auf die taktische Ausrichtung der Ostwestfalen liefern. Bis 2015 betreute der 29-Jährige die Zweitvertretung aus Hannover, seine Vorlieben seien Lieberknecht bekannt und würden auch in die eigenen Vorbereitungen miteinbezogen werden.

Darüber hinaus setzt der morgige Gegner alle Hebel in Bewegung, um selbst möglichst viele Hinweise über die Einstellung der Löwen zu sammeln. Am Mittwoch war ein Beobachter des Bundesligaabsteigers auf dem Braunschweiger Trainingsgelände zugegen. „Leider gab es bei uns am Regenerationstag nicht viel zu sehen“, kommentiert Lieberknecht die Scoutingambitionen des Trainingsgastes schmunzelnd.

EIGENE PERSONALSITUATION STELLT WEITERHIN PROBLEM DAR

Was genau am Freitagabend auf die Blau-Gelben wartet, ist aus eigener Sicht vorerst von untergeordneter Wichtigkeit. Man wolle sich erst einmal mit sich selbst beschäftigen – aufgrund der nach wie vor schwierigen Personalsituation gewinnt diese Floskel zusätzlich an Bedeutung. Zum ohnehin schon namhaften Lazarett gesellte sich jüngst noch Antreiber Mirko Boland; Saulo Decarli sitzt weiterhin eine Rotsperre ab. „Wir haben eine sehr schwierige Situation, die wir lösen müssen“, sagt Lieberknecht. Mit der Liste der Rekonvaleszenten breche eine ganze Achse weg, die enorm wichtig sei. Vor diesem Hintergrund rücken auch die eigentlich so erfreulichen Nominierungen der Nationalspieler in ein anderes Licht. Auf der einen Seite sei es natürlich sehr positiv, dass einige Löwen in ihre Landesauswahlteams berufen worden sind, „auf der anderen Seite haben sie hier natürlich auch gefehlt“, so Lieberknecht.

Die Reservespieler aber würden bereits mit den Hufen scharren, den Ausfall ihrer Kollegen zu kompensieren. Auch Deniz Dogan könnte dabei zum Zuge kommen.