Home Kolumne Lieberknecht muss zaubern – So könnte er spielen

Lieberknecht muss zaubern – So könnte er spielen

Lieberknecht muss zaubern – So könnte er spielen
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Der 42-Jährige Übungsleiter und sein Co-Trainer Darius Scholtysik müssen sich etwas einfallen lassen. Zwei tragende Säulen der Dreier-Abwehrkette (Correia + Decarli), sowie der Mittelfeldmotor (Boland) und der beste Stürmer (Berggreen) werden heute Abend voraussichtlich nicht auf dem Platz stehen können. Zusätzlich dazu wird man die Form des erst gestern Abend aus den USA zurückgekommenen Ofosu-Ayeh abwarten müssen, dem die Länderspielreise noch in den Knochen stecken wird.

Eine schwere Aufgabe. Zumal der Gegner und seine taktische Ausrichtung ein großes Fragezeichen für unser Trainergespann sein dürfte. Allerdings will sich Coach Lieberknecht sowieso nur auf sich selbst konzentrieren. Gut so. Eine gute Mannschaft bekommen wir nämlich auch trotz des personellen Aderlasses auf den Platz gebracht. Hier unsere erste Elf, im 5–2–3 System.

Der 42-Jährige Übungsleiter und sein Co-Trainer, Darius Scholtysik
Der 42-Jährige Übungsleiter und sein Co-Trainer, Darius Scholtysik

Tor: Da gibt es keine zwei Meinungen. Rafal Gikiewicz hat sich längst unverzichtbar gemacht. Nicht nur sein Torwartspiel hat der Mannschaft schon oft den Arsch gerettet. Er ist auch ein Führungsspieler geworden, der voran geht. Gerade in solchen Spielen wie heute könnte Rafal ein Garant für den Sieg sein.

Dreierkette: Das Kernstück der Defensive stellt die größte personelle Herausforderung dar. Zentral in der Dreierkette, Deniz Dogan, der Routinier spielt eine Art Libero. Mit seinem Auge und der Erfahrung kann er auf dieser Position seine fehlende Schnelligkeit kompensieren. Links von ihm, Ken Reichel. Auch wenn Ken auf der Außenbahn torgefährlicher ist, Verteidigung geht vor und er hat die nötige Erfahrung. Rechts in der Dreierkette, Joseph Baffo, der schwedische U-21 Europameister brauchte kaum Eingewöhnungszeit um für Sicherheit im eigenen Strafraum zu sorgen.

Joseph Baffo, der schwedische U-21 Europameister brauchte kaum Eingewöhnungszeit
Joseph Baffo, der schwedische U-21 Europameister brauchte kaum Eingewöhnungszeit

Außenbahn: Kaum mehr wegzudenken ist inzwischen Maxi Sauer, der Neuling aus dem eigenen Nachwuchs macht nach hinten viel Drecksarbeit, lässt sich aber auch immer häufiger mit guten Aktionen im Angriff blicken. Er bespielt die rechte Seite. Sein Pendant auf der anderen Seite, Hendrick Zuck. Mit seiner Schnelligkeit kann er hinten für Stabilität sorgen und Nadelstiche in der Offensive setzen.

Zentrales Mittelfeld: Patrick Schönfeld hat seine Chance gehabt. Jetzt ist Pfitze dran! Der aggressive Leader unserer Löwen muss vor allem versuchen die Mitte zu zumachen und dabei nicht allzu früh mit Gelb vorbelastet zu sein. Ihm zur Seite stellen wir Adam Matuschyk. Der Pole hat sein Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft. Er muss mehr Verantwortung übernehmen wollen und kommunikativer werden.

Im Angriff plädieren wir für viel Tempo. Vorne rein, Mads Hvilsom. Keiner vermag zur Zeit zu beurteilen was der dänische Neuzugang alles drauf hat, aber sehen würden wir es wohl alle gerne. Zuletzt empfahl sich Hvilsom über Tore in der U-23 und in Freundschaftsspielen. Wird Zeit für ne Liga-Bude! Ihn beflügeln soll einerseits Gerrit Holtmann, der U-20 Nationalspieler ist in Topform und sorgt mit seinen Tempodribblings immer für Torgefahr. Andererseits soll Jan Hochscheidt die Seitenlinie beackern. Bei seinen vergangenen Joker-Einsätzen sah man ihm das Brennen in den Augen förmlich an. Er will wieder in die Startelf. Kann er haben, dann aber auch mal wieder scoren, Jan!

Ihn beflügeln soll einerseits Gerrit Holtmann, der U-20 Nationalspieler
Ihn beflügeln soll einerseits Gerrit Holtmann, der U-20 Nationalspieler

Hier die Aufstellung nochmal am Stück:
Gikiewicz – Zuck, Baffo, Dogan, Reichel, Sauer – Pfitzner, Matuschyk – Holtmann, Hvilsom, Hochscheidt

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