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Vorbericht: MSV Duisburg – Eintracht

Vorbericht: MSV Duisburg – Eintracht
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DAS EIGENE SPIEL DURCHDRÜCKEN

Kaum ist der Schlusspfiff im Spiel gegen den FC St. Pauli ertönt, steht für Eintracht Braunschweig bereits die nächste Aufgabe ins Haus. Der Löwentross macht sich auf den Weg gen Ruhrgebiet, wo am Mittwoch bereits der MSV Duisburg wartet. So eine englische Woche bringt die Eigenart mit sich, dass nur wenig Zeit für eine konkrete, analytische Vorbereitung auf den kommenden Gegner bleibt. „Der Fokus in den wenigen Trainingseinheiten liegt daher eher darauf, im Vollbesitz der Kräfte zu sein“, so Torsten Lieberknecht. Ohnehin ist der Löwen-Coach eher darauf besinnt, sich auf die eigenen Stärken zu konzentrieren, als sich zu sehr dem Kontrahenten anzupassen: „Wir wollen wieder unser eigenes Spiel durchdrücken. Dieses Ziel verfolgen wir in der gesamten Saison.“

Im bisherigen Saisonverlauf agierten die Meidericher mit relativ wenig Fortüne, fielen aber durch ihre positive Arbeitseinstellung auf. „Duisburg spielt mit großem Aufwand, die schenken nichts her. Da spiegelt sich ein wenig diese Ruhrpottmentalität wider. Da wird ordentlich malocht. Für uns bedeutet das, dass wir uns dagegenstemmen müssen und dem MSV nicht die Chance geben dürfen zu wachsen“, kommentiert Lieberknecht.

GEDANKLICH INDIVIDUELL OFT NICHT GANZ AUF DER HÖHE

Beim 0:0-Unentschieden gegen St. Pauli sei Lieberknecht vor allem die kämpferische Einstellung seiner Mannschaft – insbesondere nach dem Seitenwechsel – positiv im Gedächtnis geblieben. Gerade in der Schlussviertelstunde habe der gute konditionelle Zustand dazu beigetragen, dass mehr Druck aufgebaut werden konnte und man sich dadurch noch vielversprechende Chancen habe herausarbeiten können.

Dennoch war auffällig, dass die Mittelfeldreihe der Gäste enorm viel Platz gehabt hat, um eine geordnetes Angriffspiel aufzuziehen. Zu oft mangelte es am nötigen Druck gegen den Ball. Ein Umstand, der auch beim Auswärtserfolg in Frankfurt zu beanstanden war und den es weiterhin abzustellen gilt – am besten schon in Duisburg. Lieberknecht: „Die Spieler vor der Abwehrreihe hatten gegen St. Pauli vielleicht nicht ihren besten Tag. Die Zuordnung war daher oftmals etwas schwammig. Wir waren manchmal einfach gedanklich individuell nicht ganz auf der Höhe.“

Andererseits sei man durch die Systemanpassung in der zweiten Halbzeit selbst zu sehr guten Chancen gekommen.

In jeden Fall fahre die Eintracht nach Duisburg, um zu gewinnen, so Lieberknecht. Dennoch habe der 42-Jährige großen Respekt vor dem Auftreten des aktuellen Tabellenletzten. Verzichten müssen die Blau-Gelben bei diesem Vorhaben lediglich auf den gesperrten Nik Omladic.